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Abb.: HU Berlin - Pressestelle

CC-BY-NC--ND-4.0-DE

Zentralinstitut für Katholische Theologie (IKT) (old)

Herzlich willkommen auf der Seite des Lehrstuhls für Historische Theologie!

 

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                                                                                                     Foto:imageBROKER.com/Marc Rasmus

Historische Theologie ist eine mit den Methoden der allgemeinen Geschichtswissenschaft arbeitende Disziplin, die sich mit der Geschichte der christlichen Religion und der christlichen Kirchen von den Anfängen bis in die Gegenwart beschäftigt. Auf der Basis einer methodisch geleiteten Analyse von historischen Quellen will sie in erster Linie verstehen, wie Menschen unter Berufung auf christliche Traditionen und eigene Transzendenzerfahrungen ihre Vorstellungen von Gott entwickelt, ihr Verhältnis zur Welt praktiziert und in welch individuellen und kollektiven Formen ihre religiösen Deutungen ausgedrückt und sozial verfasst haben.

Ihr theologisches Profil erhält die Disziplin dadurch, dass sich die Themen, Gegenstände, Problemorientierungen und die konkreten Fragen, die sie an die Geschichte richtet, ganz wesentlich aus dem Kommunikationszusammenhang mit den anderen theologischen Fächern und im Blick auf die Problemlagen des Christentums in der Gegenwart ergeben.

Innerhalb der Theologie und des Theologiestudiums fördert die Historische Theologie ein Bewusstsein für die Vielfalt und Wandlungsdynamik christlicher Traditionsbestände – und leistet gerade dadurch einen Beitrag zu einer pluralitätsfähigen religiösen Identitätsbildung. Als hermeneutische Wissenschaft versucht sie insbesondere das Fremde in der Geschichte zu verstehen. Als kritische Wissenschaft sensibilisiert sie für die Anfälligkeit auch der christlichen Religion für Gewalt und Diskriminierung. Und mit alledem delegitimiert Historische Theologie jede Form von falscher Absolutsetzung und religiösem Fundamentalismus in der Gegenwart.

An der Berliner Professur wird versucht, das Fach genuin kulturwissenschaftlich auszurichten. Im Zentrum vieler Arbeiten stehen deswegen die symbolischen Praktiken, Rituale, Inszenierungen und materialen Verkörperungen historischer Akteur*innen.

 

 

Aktuelles

Lehrangebot der Historischen Theologie im Sommersemester 2022

 

 

„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“

"Modul Gott zur Sprache bringen" - Lehrstuhl für Historische Theologie

Der inhaltliche Schwerpunkt im Modul „Gott zur Sprache bringen“ vom Sommersemester 2022 wurde durch den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine von trauriger Realität eingeholt: In drei, vom Lehrstuhl für Historische Theologie angebotenen Lehrveranstaltungen widmet sich das IKT der theologischen Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden. Die Vorlesung von Dr. Markus Thurau vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr macht sich so die Kriegserfahrungen, Gewalttheorien und Friedenshoffnungen in der Geschichte des Christentums zum Thema und will Einblicke in die historische Friedens- und Konfliktforschung geben. Im Seminar von Stefan Schöch wird eine der bedeutendsten Friedensschriften des Humanismus, „Querela Pacis“, die „Klage des Friedens“ des Erasmus von Rotterdam gemeinsam studiert und auf ihre zeitlose Ausdruckskraft hin befragt. Dr. Regina Elsner, ausgewiesene Expertin für die Orthodoxen Kirchen am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, setzt sich in ihrem Seminar mit der Friedensethik und Kriegstheologie auseinander, um auch das konkrete Beispiel der Gewalt in der Ukraine vor dem Hintergrund friedensethischer und konflikttheologischer Konzepte in den Orthodoxen Kirchen zu bearbeiten.

Link

 

 

Prof. Wassilowsky ist im Sommersemester 2022 im Forschungssemester und bietet keine Lehrveranstaltungen an.

 

 

Vortrag von Prof. Dr. Günther Wassilowsky "Ferdinand Gregorovius und das Judentum"

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Zum Video

 

 

Lehrangebot der Historischen Theologie im Wintersemester 2021/22


Berichte:

Ein Stadtrundgang zum Semesterabschluss

Meet & Greet 3

 

Nach Monaten digitaler Lehre war es endlich möglich, dass sich Studierende und Dozierende des IKT begegnen durften. Zum Abschluss des laufenden Sommersemesters luden am 15. Juli die Lehrstühle für Biblische und Historische Theologie alle Angehörigen des IKT zu einem religiösen Stadtrundgang ein. 

Anfänglichem Regen zum Trotz machte sich eine Gruppe auf den Weg, um in der näheren Umgebung Spuren religiösen Lebens in Berlin zu entdecken. Ausgehend von den Räumlichkeiten des Instituts, die viele der Studierenden zum ersten Mal betraten, bildeten u.a. eine Orthodoxe Kirche, die Synagoge, der Berliner Dom und die Hedwigskathedrale wichtige Stationen der Tour. In kurzen Impulsreferaten lieferten Mitglieder des Professoriums und des Mittelbaus Anhaltspunkte, wie man theologische Forschung mit einem Spaziergang im städtischen Raum verbinden kann. 

Gleichzeitig entfaltete sich der zweistündige Gang als eine willkommene Gelegenheit, auch untereinander ins Gespräch zu kommen und sich überhaupt erst kennenzulernen. Aufgrund großer Zustimmung ist nicht ausgeschlossen, dieses Format in den nächsten Semestern zu wiederholen und gemeinsam neue Orte zu erkunden.

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